Sonderausstellung
100 Jahre Pharmaziemuseum der Universität Basel
19.9.2025−1.2.2026
Vor über 100 Jahren wurde das Pharmazeutische Institut der Universität Basel offiziell gegründet. Kurz danach legte der Apotheker und Dozent für praktische Pharmazie, Prof. Dr. Josef Anton Häfliger, eine wissenschaftliche Sammlung von Objekten zur Pharmaziegeschichte an. Diese Sammlung legte den Grundstock für das Pharmaziemuseum der Universität Basel, welches dieses Jahr sein Jubiläum feiert. Die aktuelle Sonderausstellung thematisiert die Geschichte des Museums und seiner Sammlung innerhalb der bestehenden Dauerausstellung.
Dass die «Schweizerische Sammlung für Historisches Apothekenwesen» damals beinahe gleichzeitig mit dem Pharmazeutischen Institut gegründet wurde, hat mit Entwicklungen in der Pharmazie zu tun. Statt handwerklichem Beruf war die Pharmazie Mitte des 19. Jahrhunderts vermehrt zu einer wissenschaftlichen Disziplin geworden. Die Produktion der Arzneimittel verschob sich von der Offizin in die Fabriken. Häfliger wollte dasjenige dokumentieren, was seiner Meinung nach im Begriff war, zu verschwinden. Anhand der Objekte wollte er in «seinem» Pharmaziemuseum sowohl die Geschichte eines uralten Handwerks zeigen wie auch die Wissenschaft Pharmazie erklären. Dabei erhielt er grosse Unterstützung von der Basler Apothekerschaft. Die Sonderausstellung thematisiert die Motive und Personen aus der Gründungszeit anhand ausgewählter Objekte, die dem Museum in dieser Phase geschenkt wurden.
Abgesehen von der Gründung des Museums werden in der Sonderausstellung weitere Personen und Objektgruppen aufgegriffen. Beispielsweise stammt ein Grossteil der Dauerausstellung von dem Basler Apotheker Theodor Engelmann, dessen Person durch die Ausstellung näher beleuchtet wird. Eine nennenswerte Objektgruppe ist die von Alice Keller, Asien-Vertreterin der Firma Roche, zusammengetragene «Asiatische Sammlung». Eine Vertiefungsstation untersucht die genauen Umstände, unter denen diese Objekte ins Museum gekommen sind. Auch können Besucher:innen nun zum ersten Mal erfahren, wie eines der Wahrzeichen des Pharmaziemuseums, das Mobiliar der Innsbrucker Hofapotheke von 1740, seinen Weg in das Museum fand.
Die Sonderausstellung fragt, wie die Sammlung des Pharmaziemuseums zustande gekommen ist. Sie untersucht also auch das Zusammenspiel von akademischer Schausammlung, Wissenschaftsgeschichte und dem Interesse eines Berufsstandes daran, die eigene Identität zu wahren.
Programm:
Museumsfest
Samstag, 20. September
Kurzführungen Sonderausstellung
Kurzführung mit dem Kurator in der Sonderausstellung «100 Jahre Pharmaziemuseum Universität Basel»
11:30, 14:00 D, 18:00 E
Vortrag
Zur Geschichte des Pharmazeutischen Instituts der Universität Basel und seinem Pharmaziemuseum
17:00
Weitere Veranstaltungen:
So., 5. Oktober
Celebrating 100 years of the University of Basel Pharmacy Museum
In the 19th century, industrialisation and technical progress meant that medicines were increasingly produced in factories. As a result, pharmacy evolved from a craft to a science. Documenting this development was one of the many reasons why pharmacist Josef Anton Häfliger began collecting historical pharmaceutical artefacts in the 1920s. His work laid the foundation for today’s Pharmacy Museum.
Guided Tour, Application required, Entrance fee plus 4.- CHF, E,
So., 2. November, 14:00
100 Jahre Pharmaziemuseum der Universität Basel
Durch die Folgen der Industrialisierung verschob sich die Produktion der Arzneimittel im 19. Jahrhundert immer mehr in die Fabrik. Statt handwerklichem Beruf war die Pharmazie vermehrt zu einer wissenschaftlichen Disziplin geworden. Dies war mitunter einer der Gründe, warum der Apotheker Josef Anton Häfliger im Laufe der 1920er damit anfing, eine Sammlung historisch-pharmazeutischer Gegenstände anzulegen. Damit schuf er das Fundament für das heutige Museum.
Öffentliche Führung, Anmeldung erwünscht, Museumseintritt plus 4.- CHF, D
Mi., 26. November, 19:00
Vernissage Buchpublikation
Das Pharmaziemuseum feiert seinen 100. Geburtstag. Doch was ist in diesen 100 Jahren eigentlich passiert? In der von den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums verfassten Publikation werden dessen Gründung, dessen Entwicklung und auch dessen kritischen Stunden untersucht und erzählt. Dabei wird ein Schlaglicht auf die Gründungszeit gelegt. Zudem werden die Veränderungen, die es bei der Ausstellung im Lauf der Jahre gegeben hat, auch mit Material aus dem Bildarchiv dokumentiert.
Fr., 23. Januar 2026
Museumsnacht 2026
Ganz im Zeichen der 100 Jahre Pharmaziemuseum stehend, bildet die Museumsnacht den krönenden Abschluss der Jubiläumsmonate. Mit Kurzführungen, Vorträgen, Handcremeworkshop, Apothekendemonstrationen und noch vielem mehr.
Für alle Veranstaltungen können Sie sich anmelden unter 061 207 48 11.
Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die Unterstützung folgender Institutionen:
- F. Hoffmann-La Roche
- Novartis
Der Medienpartner für die Ausstellung ist Radio X
